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Holtmann, Wulf Gerhard Folke: Untersuchung zu mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Messern

dargestellt am Beispiel von archäologischen Funden vornehmlich aus dem weiteren Küstenbereich von Nord- und Ostsee bis zur Mittelgebirgszone

Inquiry of medieval and postmedievel knives
based on the example of archeological finds from the coast regions of the Northern and Baltic Sea up to the lower European mountains ranges

Dissertation (PDF (.pdf), 47.461 KB)

Schlüsselwörter
Messer; Mittelalter; Frühneuzeitlich; Klinge; Griffangel; Griffblättchen; Griffzungen; Klingenformen; Marken; Metallarchäologie; Messergriffverzierungen
knives; archeological; medievel; postmedieval; blade; knifehold; cutler; cutlery

Sachgruppe der DNB
60 Archäologie, Vorgeschichte
Basisklassifikation
15.18 Mittelalterliche Archäologie, neuzeitliche Archäologie
Göttinger Online Klassifikation
O Archäologie


Dissertation zur Erlangung des Doktortitels, angenommen von: Georg-August-Universität Göttingen, Philosophische Fakultät, 1994-02-09


Abstract (ENG)

Analysis of 1300 medieval and postmedieval knives from German, Dutch, Scandinavian, Baltic, Russian an Polish excarvations. The analysis is carried out by an especially developed classification model of blades and handle forms. The results documented by diagrams in the first and discribed in the second part, for example the developement of the handles, their tecnical innovations, constructions and decorative elements, forms, decoration and marks of blades. Separately discussed are regional and social contexts, discription of the production and at last of the functional context of knives.

Abstract (GER)

Auswertung von 1300 Messern aus deutschen, niederländischen, skandinavischen, baltischen; nordrussischen und polnischen archäologischen Ausgrabungen, die über ein eigens dafür entwickeltes Klassifizierungsmodell von Klingen- und Griffformen erfolgte. Ausgewertet wurden Maße, Formen, Verzierungen und Marken. Die Ergebnisse werden zunächst in Diagrammen dargestellt und im beschreibenden Teil der Arbeit ausführlicher diskutiert. Die Entwicklung der Griffkonstruktionen und ihrer damit einhergehenden Formen werden exemplarisch dargestellt. Dabei wird besonders auf das Auftreten und die Verbreitung der Griffzungenkonstruktionen eingegangen, als Beispiel einer technischen Innovation mit römisch-kaiserzeitlichen Wurzeln, die im späten Mittelalter ihre Hochblüte erreichte. Verzierungselemente an Griffangel- und Griffzungenkonstruktionen werden als Übersichten getrennt nach Materialien sowie in besonders aussagekräftigen Einzelbeispielen näher spezifiziert dargestellt. Mittelalterliche Personendarstellungen auf beinernen Vollgriffen (Hilzen) oder die zeitgleiche Griffplättchentechnik als Beispiel einer auf Metall basierenden Verzierungsart werden in ihrem historischen Kontext behandelt. An Messerklingen werden Verzierungselemente und Marken separat diskutiert. Die Verteilung verschiedener Gruppen von Klingenformen innerhalb unterschiedlicher Fundorte ist ein Versuch, soziologische Bedingungen in offenen und geschlossenen bzw. befestigten Siedlungen unterschiedlicher Regionen an Beispielen der materiellen Kultur nachzuzeichnen. Nach Exkursen zu völkerwanderungszeitlichen Messern und Falt- oder -Klappmessern wird abschließend zu den Themen Herstellungsverfahren und Funktionszuweisung Stellung genommen, wobei das Messer als archäologische Quelle in naturwissenschaftlichen /(metallurgischen) Analysen ebenso dargestellt wird wie im Vergleich mit kunsthistorischen / (bildlichen) Quellen bzgl. einer Annäherung an Aussagen zu Funktion und Gebrauch im Untersuchungsraum.

Betreuer: Stephan, Hans-Georg; Prof. Dr.
Gutachter: Brednich, Rolf; Prof. Dr.
Gutachter: Schubert, Prof. Dr.

URL der Dissertation: http://webdoc.sub.gwdg.de/diss/2002/holtmann/holtmann.pdf

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Letztmalige Aktualisierung: 2002-07-18
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