Einleitung


Beruf und Handwerk

Eine Kinderliteratur, die nicht so sehr mit fiktionalen Texten unterhalten will als vielmehr unterhaltend belehren möchte, legt noch keinen Wert auf die Unterscheidung zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Texten. Texte und Bilder sind dazu da, die nähere und fernere Umwelt der Kinder zu zeigen und zu erklären und neben den notwendigen Kenntnissen zugleich Tugenden zu vermitteln. Das geschieht gelegentlich durch die Einbettung in kleine Erzählungen. Bilder von Beruf und Handwerk zeigen den Knaben einen Teil ihrer möglichen Zukunft – sie lernen die Berufe nicht mehr nur in der eigenen Realität kennen, z.B. als mithelfende Kinder, sondern symbolisch vermittelt. Der zu den Bildern gehörende Text will sicherstellen, dass die Bilder im Sinne der jeweiligen pädagogischen Intention betrachtet werden.

Die Mehrzahl der Kupfer dieser Gruppe kommt aus dem Bilder-Allerley, ist gut gestochen und sorgfältig koloriert. Wir finden Bauern, Schäfer und Fischer, mitunter hilft die ganze Familie. Zu sehen sind auch Berufe, die heute wenig bekannt sind: Hutmacher, Kürschner, Elfenbeinschnitzer; wir treffen Arbeiter im Steinbruch und auf einer Ziegelei und werden Zeuge, wie einem Mönch das Schwarzpulver explodiert. Die Bilder einer Apotheke und eines Malerateliers zeigen, dass es um Berufe aller Schichten geht.