Peter J. W. Debye  

Lebenslauf

24.03.1884 Peter Debye wird in Maastricht, Holland, geboren.
1901 Studium der Elektrotechnik bei Sommerfeld an der Technischen Hochschule in Aachen
1905 Diplom als Elektroingenieur mit Auszeichnung 
1905/06 Wissenschaftlicher Assistent für Mechanik an der Technischen Hochschule Aachen
1906 Debye folgt Sommerfeld nach München und wird dort Wissenschaftlicher Assistent für theoretische Physik.
1908 Promotion mit einer Arbeit über die mathematische Analyse von elektromagnetischen Feldern in einem Zylinder
1910 Habilitation an der TU München. In seiner Habilitationsschrift behandelt Debye die Theorie der Elektronen in Metallen mit Methoden der statistischen Mechanik nach Boltzmann-Gibbs.
1911-12 Nachfolger von Albert Einstein als a.o. Professor der theoretischen Physik an der Universität Zürich
1912-14 Professor der theoretischen Physik an der Universität Utrecht
1914-20 Professor der Mathematik, der theoretischen Physik und der Experimentalphysik an der Universität Göttingen
Mitdirektor des Mathematisch-Physikalischen Seminars
1915 Direktor der Abteilung für mathematische Physik des Physikalischen Instituts der Universität Göttingen
1915-40 Debye wirkt als Herausgeber der Physikalischen Zeitschrift 
1916 Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
1916 Debye entwickelt in Zusammenarbeit mit Paul Scherrer eine Methode zur Bestimmung molekularer Strukturen von nichtkristallinen Festkörpern mittels Röntgenstrahlen (Debye-Scherrer-Verfahren).
1920 Auswärtiges Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
1920-27 Rückkehr nach Zürich als Professor der Physik und Leiter des Instituts für Physik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH)
Aufbau einer Schule der Röntgenstrahl-Interferenzmessung
1923 Veröffentlicht die "Theorie der Elektrolyte" mit seinem Assistenten Erich Hückel
1927-35 Professor der Experimentalphysik an der Universität Leipzig und Direktor des dortigen Physikalischen Instituts 
1935-39 Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Berlin-Dahlem und Professor der Physik an der Universität Berlin als Nachfolger von Walther Nernst
1935-45 Wissenschaftliches Mitglied und Direktor des KWI für Physik
1936-39 Vorsitzender der Chemisch-Physikalisch-Technischen Sektion des Wissenschaftlichen Rats und Senator der KWG
1936 Nobelpreis für Chemie für seinen Beitrag zur Kenntnis der Molekularstruktur 
1940 Debye wird vom Nazi-Regime gezwungen, Deutschland zu verlassen.
1946 Debye wird amerikanischer Staatsbürger.
1948 Professor der physikalischen Chemie und Leiter des Instituts an der Cornell University Ithaca, NY, USA
Debye widmet sich Forschungen über Makromoleküle und Kolloidchemie.
1950 Max-Planck-Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.
1952 Emeritierung an der Cornell Universität
1961 Gauß-Professur in Göttingen. Debye hält als Gastprofessor Vorlesungen über Molekularkräfte.
1965 High Polymer Prize der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft.
02.11.1966 Peter Debye verstirbt in Ithaca, NY, USA.