Walter N. Haworth  


Fachliche Leistung

Haworth begann bei Perkin Jr. Forschungsarbeiten an der Naturstoffgruppe der Terpene. Als er als Student das "1851 Exhibition Scholarship-Stipendium" erhielt ging er für ein Jahr zum Experten der Terpenchemie Otto Wallach nach Göttingen (Nobelpreis 1910) und führte dort die Experimentalarbeiten für die Dissertation "Abwandlungsprodukte der Nitrosochloride semicyklischer Kohlenwasserstoffe" durch.

Nach der Rückkehr nach Manchester setzt er diese Arbeiten fort. Ein erster Höhepunkt war die Synthese des Sylvestrens. In St. Andrews begann Haworth mit den Forschungen zur Chemie der Kohlenhydrate und speziell der chemischen Klasse der Zuckerverbindungen.

Hier gelang ihm mit der Methode der Methylierung die Strukturaufklärung in dem er die Ringstruktur der Zuckermoleküle entdeckte. 1928 gelang ihm so die Strukturaufklärung zahlreicher Monosaccharide und Disaccharide wie Maltose, Allobiose, Lactose, Gentiobiose, Melitose, Raffinose und Saccharose.

Eine Erweiterung der Zuckerforschung führte ihn zu Bestimmungen der Kettenlängen und Molmassen von Makromolekülen wie den Polysacchariden Stärke, Cellulose Glykogen und Insulin. 1933 konnte Haworth die Struktur der Ascorbinsäure, des Lebenslaufmins C, aufklären und diese Arbeit dann auch noch mit dessen Darstellung, der ersten Synthese eines Lebenslaufmins überhaupt, krönen.